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Vielfalt - Diversität

Artenvielfalt in verschiedenen Lebensräumen

Anzahl Moosarten in verschiedenen Lebensräumen in Abhän-
gigkeit von der Anzahl untersuchter BDM-Stichprobenflächen.
Quelle: Koordinationsstelle Biodiversitäts-Monitoring CH (2009)

Artenvielfalt verschiedener Lebensraum-Typen

Im Rahmen des Biodiversitäts-Monitorings Schweiz (BDM) wurden auf ca. 1500 Stichprobenflächen à 10m2 Moose erhoben und einem Lebensraum-Typ zugeordnet (Koordinationsstelle Biodiversitäts-Monitoring Schweiz 2009). Mit jeder zusätzlich ausgewerteten Stichprobenfläche erhöht sich die Zahl der in einem Lebensraum-Typ gefundenen Moosarten ein wenig. Dies kann mit einer Art-Areal-Kurve dargestellt werden (Abb.). Es zeigt sich, dass die Wald-Flächen insgesamt besonders viele Arten beherbergen, ebenso wie Alpweiden und "Nicht genutzte Flächen", währenddessen das übrige Landwirtschafts- und das Siedlungsgebiet deutlich artenärmer sind.

Lokale Artenvielfalt (Alpha-Diversität)

Anzahl Moosarten auf BDM-Stichprobenflächen in verschie-
denen Lebensräumen. Dargestellt sind Mittelwerte mit einem
Vertrauensbereich von 95 Prozent. Quelle: verändert aus:
Koordinationsstelle Biodiversitäts-Monitoring Schweiz (2009)

Als Alpha-Diversität bezeichnet man die Artenzahl an einem ganz bestimmten Ort, auf einer bestimmten Wiese, oder in einem Waldstück. Diese Artenzahl hängt zunächst ganz direkt von der Grösse der betrachteten Fläche ab: Je grösser ein Gebiet ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer grossen Vielfalt an ökologischen Nischen. Auch das Auftreten von seltenen, zufälligen Ereignissen (z.B. die Einwanderung einer selteneren Art) ist in grösseren Gebieten wahrscheinlicher. Es sind also nur Vergleiche von Gebieten gleicher Grösse ohne Weiteres aussagekräftig.

Zum Vergleich gut geeignet sind die 10m2 grossen Flächen des Biodiversitäts-Monitorings (BDM). Auf diesen Flächen kommen durchschnittlich 12 Moos-Arten vor. Subalpine Wälder und Alpweiden weisen mit durchschnittlich fast 20 Arten auf 10m2 eine deutlich höhere Artenvielfalt auf, Äcker mit nur gerade zwei Arten die tiefste (Abb.). Der Durchschnitt für Wiesen und Weiden der kollinen und montanen Stufe beträgt 4-5 Arten. Auf der artenreichsten BDM-Aufnahmefläche wurden 54 Arten gefunden. Zum Vergleich: Auf den zehnmal grösseren 100m2-Standardaufnahmeflächen des NISM-Inventars kommen durchschnittlich 18 Arten vor, der Höchstwert beträgt 73 Arten.

 

Literatur

Koordinationsstelle Biodiversitäts-Monitoring Schweiz 2009. Zustand der Biodiversität in der Schweiz. Ergebnisse des Biodiversitäts-Monitorings Schweiz (BDM) im Überblick. Stand: Mai 2009. — Umwelt-Zustand Nr. 0911. Bundesamt für Umwelt BAFU. pdf

 

Autoren: M.K. Meier & A. Bergamini 10.2011