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Geschichte der Bryologie in der Schweiz

Bryo-floristische Erforschung der Schweiz

Sammeltätigkeit
Allgemeine Sammeltätigkeit für Moose in der Schweiz, dargestellt durch die zeitliche
Verteilung der Belege von ausgewählten Arten. Quelle: Urmi et al. 2007

Sammeltätigkeit seit 1800

Aus der Zeit „vor 1800“ sind kaum Moosbelege erhalten, und wenn, dann entsprechend den damaligen Gepflogenheiten meist ohne Angabe des Fundorts und des Sammeldatums.

Im 19. Jahrhundert begann man sich dafür zu interessieren, wo die verschiedenen Moosarten vorkommen. Es wurden Proben gesammelt auf denen immer öfters auch der Fundort vermerkt wurde. Aufgrund dieser gesammelten Moosbelege, können wir die bryologische Tätigkeit seit 1800 im zeitlichen Verlauf darstellen (Urmi et al. 2007).

Phasen der bryo-floristischen Erforschung

In der Zeit zwischen 1800 und 1880 kann von den Anfängen der floristische Erforschung der Schweiz gesprochen werden. Zwischen 1881 und 1924 entstanden die beiden Floren für die Laub- und Lebermoose. Diese Periode war ein erster Höhepunkt in der bryologischen Erforschung der Schweiz. Die beiden Weltkriege umrahmen eine Flaute in der bryologischen Aktivität die etwa von 1925 bis 1955 dauerte. In dieser Zeit sank die Sammeltätigkeit wieder deutlich. 1956 wurde die Schweizerische Vereinigung für Bryologie und Lichenologie SVBL (heute Bryolich) gegründet, deren Mitglieder den Anstoss dafür gaben, die Erforschung der Moosflora wieder zu verstärken. Schliesslich wurde 1984 das 'Naturräumliche Inventar der Schweizer Moosflora NISM' (später „Nationales Inventar der Schweizer Moosflora“) ins Leben gerufen, das zu einer enormen Steigerung der gesammelten Daten führte.

 

Literatur:

Urmi E., Schubiger-Bossard C., Schnyder N., Müller N., Küchler M., Hofmann H., Bisang I. 2007. Zwei Jahrhunderte Bestandesentwicklung von Moosen in der Schweiz: Retrospektives Monitoring für den Naturschutz. — Bristol-Schriftenreihe 18: 1–139.

 

Autor: N. Müller 5.2014