Arten suchen

Gefährdung und Schutz

Sammeln und Verwendung

Sammeln für Dekorationen

Moose als Dekoration
Gestecke mit Moosen erfreuen sich grosser Beliebt-
heit. Geschützte Arten wie das Weissmoos dürfen
in der Schweiz generell nicht gesammelt werden. 

Obwohl Moose bei uns vor allem für gärtnerische Zwecke gesammelt werden, dürfte davon kaum eine Gefährdung ausgehen. Häufige Anwendungen sind zum Beispiel die Herstellung von Blumengestecken oder Grabschmuck oder andere Dekorationszwecke. Dabei werden vor allem grossflächig wachsende, häufigere Arten verwendet. Für das gewerbliche Sammeln braucht es gemäss Natur- und Heimatschutzverordnung eine behördliche Sammelerlaubnis. Für den privaten Gebrauch in kleinen Mengen gibt es keine Auflagen, sofern es sich nicht um geschützte Arten wie Torf- oder Weissmoos handelt.

Sammeln zu Forschungszwecken

Auch Moosforscher sammeln Moose, um die Arten mit dem Mikroskop genau zu bestimmen und einen Fund zu dokumentieren, damit er bei Bedarf später überprüft werden kann. Dabei muss aber beachtet werden, dass nur soviel gesammelt wird, wie für eine sichere Bestimmung nötig ist. Seltene Arten sollten selbstverständlich geschont werden. Keinesfalls darf es passieren, dass durch übermässiges Sammeln, insbesondere von sehr seltenen Arten, ganze Populationen verschwinden können.

Verwendung von Torf

Eine weitere gärtnerische Nutzung der Moose ist der Einsatz von Torf. In Torfmooren entsteht Torf in einem langjährigen Prozess aus Torfmoosen. In der Schweiz ist der Abbau von Torf nicht mehr gestattet. Allerdings wurden früher hierdurch viele Hochmoore zerstört und die meisten der heute noch verbleibenden Moore wurden ausgebeutet und dadurch stark verändert. Der heute in Torfballen und als „Bodenverbesserer“ eingesetzte Torf stammt aus dem Ausland, wo immer noch Torf ungehindert abgebaut wird. Der Einsatz dieses nur sehr langsam nachwachsenden Rohstoffes ist ökologisch problematisch.


Autor: N. Müller  1.2011